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C-Track 50 promoting multi-level stakeholder involvement for a successful energy transition in cities and regions during the EU Regions Week 2019
C-Track 50 promoting multi-level stakeholder involvement for a successful energy transition in cities and regions during the EU Regions Week 2019

Welchen Weg können europäische Regionen und Städte bei der Transition zu einem klimaneutralen Europa bis 2050 einschlagen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des C-Track 50 Events auf Höchster Ebene zur „Umsetzung des Pariser Abkommens: EU-Städte und Regionen in der Energiewende“, die während der diesjährigen Europäischen Woche der Regionen und Städte am 9. Oktober 2019 in Brüssel stattfand.

In offenen Gruppen- und Plenumsdiskussionen wurden in der Sitzung Chancen, Lösungen und mögliche Wege eines europäischen Energietransfers aus verschiedenen thematischen und kontextuellen Hintergründen beleuchtet. Darunter waren Kohleregionen, Inseln, Energiearmut, intelligente Städte und Energiegemeinschaften.

Die Sitzung, die vom Europäischen Ausschuss der Regionen, der Generaldirektion für Energie der Europäischen Kommission und dem C-Track 50 Projektpartner ICLEI Europe im Rahmen des Projekts organisiert wurde, unterstrich die klare Ambition aller Vertreter von der lokalen bis zur europäischen Ebene für Europa, die Messlatte international höher zu legen und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Die Beiträge konzentrierten sich darauf, wie die Energieversorgung Europas in und mit seinen Regionen, Städten und Bürgern de-karbonisiert werden kann. Die TeilnehmerInnen betonten die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, gerechten und ehrgeizigen Strategie, die regionale und lokale Perspektiven berücksichtigt und konkrete Maßnahmen und Instrumente vorsieht. Wobei die Mechanismen der Multi-Level-Governance in Europa und die unterschiedlichen Voraussetzungen, insbesondere in Kohle- und Inselregionen, berücksichtigt werden.

Die PodiumsrednerInnen Jerzy Buzek (Europäisches Parlament, ITRE-Ausschuss), Witold Stępień (Regionalversammlung Lódzkie), Eero Ailio (GD ENER), Yunus Arikan (ICLEI) und Sarah Zamoum (Rise for Climate Belgium) hoben die Notwendigkeit hervor, den BürgerInnen tragfähige Alternativen und Unterstützung anzubieten, um die Einkommen aus dem Sektor der fossilen Brennstoffe zu ersetzen und die Vorteile des Übergangs zu erschließen. In Übereinstimmung damit versuchten die TeilnehmerInnen anschließend in einem World-Café auch eine entsprechende Mischung aus gut aufeinander abgestimmten kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen zu definieren. Die TeilnehmerInnen debattierten nicht nur über gezielte, finanzielle Unterstützung für Kohleregionen, sondern auch über Modelle zu einer Besteuerung des CO2-Ausstoßes und ermutigten die Teilnehmer zur Beschleunigung von Demonstrations- und Pilotprojekten, um neue Technologien zu etablieren und die Bürger als aktive Akteure des Wandels mit ins Boot zu holen.

Die RednerInnen und TeilnehmerInnen bekräftigten nachdrücklich ihr Engagement für Regierungsprozesse über mehrere Ebenen hinweg und für Zusammenarbeit und Austausch bewährter Praktiken für einen fairen und gerechten Energieübergang, der für alle Beteiligten von Vorteil ist.

Die Sitzung erhielt auch Beiträge von Paul Baker (Kohleregionen in Transition), Gustaf Landhal (GrowSmarter), Wioletta Dunin-Majewska (DG ENER), Josh Roberts (Rescoop) und Laura Bazen (Climate Rise Belgium).

Schauen Sie sich die Sitzung hier noch einmal an, und finden Sie eine detaillierte Zusammenfassung der Schlüsselbotschaften und Zitate hier.

„Ein gerechter Transitionsfonds zur Unterstützung der Wende in unseren Kohleregionen, die unter den kohlenstoffintensiven Regionen am verwundbarsten sind, ist angesichts der langfristigen Klimastrategie der EU 2050 und des "Green Deal" noch gerechtfertigter und dringender. Eine separate MFR-Haushaltslinie und neue, zusätzliche Mittel für den Fonds sind entscheidend.“ - Jerzy Buzek, Europäisches Parlament